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«Trotz Mehrleistungen sehr hohe Reserve»

06.07.2009 Archiv Davoser Zeitung

Anlässlich der Landratssitzung vom vergangenen Donnerstag informierte Cornelia Deragisch, Leiterin des Hochbauamtes, über den Stand der Erweiterungsarbeiten des Kongresszentrums. Zwar weise man einen Rückstand von 5 bis 6 Arbeitstagen auf, welcher aber mittels personeller und maschineller Aufstockung aufgeholt werden könne.


Marlène Clemenz


«Abgesehen von den üblichen Schwierigkeiten, die eine Grossbaustelle mit sich bringt, kann sicher festgestellt werden, dass es gut bis sehr gut läuft», konnte Deragisch den 16 anwesenden Grossen Landräten mitteilen. Sämtliche notwendigen Abbrüche, wie jene des Treppenaufgangs und des Bühnenturms, seien mittlerweile erfolgt und die Kanalisation sei verlegt. Die Bodenplatte sei grösstenteils fertig betoniert, die Pfählungen seien beendet. «Insgesamt haben wir über 100 Bohrpfähle mit einer Länge von 3 bis 6 Metern und einem Durchmesser von 0,6 bis 1,2 Metern versetzt», berichtete sie. Auch habe man bereits mit den Arbeiten an den aufgehenden Saalwänden begonnen. «Wir arbeiten konstant auf mindestens zwei Geschossen und dies jeweils 11 bis 12 Stunden täglich.»

 

Rohbauvollendung am 28. Oktober


Laut Deragisch sieht die Kostenentwicklung gut aus, der Vergleich zwischen dem Kostenvoranschlag und den bereits vergebenen Aufträgen zeige ein positives Bild. Oder anders gesagt: «Trotz Mehrleistungen im Plenarsaal verfügen wir über eine sehr hohe Reserve.» 75 Prozent aller Aufträge seien vergeben, die Ausschreibungen für die Innenarbeiten würden noch diesen Monat erfolgen.
«Der Termin- und Kostendruck ist hoch», weiss die Leiterin des Hochbauamtes. Ein knallhartes Controlling ist für sie deshalb eine Selbstverständlichkeit. «Seit zwei Monaten erfolgt alle drei Wochen eine detaillierte Kostenkontrolle inklusive Prognosen», teilte sie mit. Die Rohbauvollendung ist auf den 28. Oktober angesetzt, deren Abrechnung – nach dem Bonus-Malus-System – erfolgt Ende November. Erst zu diesem Zeitpunkt auch sollen detaillierte Zahlen zur Baumeister-Abrechnung, welche 25 Prozent der Gesamtsumme beträgt, kommuniziert werden. «Alles andere ist meiner Meinung nach unprofessionell», so Deragisch.

 

12 bis 15 Mann und ein Kran mehr


So gut es im Bereich der Kosten aussieht, bleibt die Tatsache, dass sich die Realisation des rund 37,8 Millionen Franken teuren Erweiterungsprojekts um 5 bis 6 Arbeitstage im Rückstand befindet. Dies einerseits, weil sich die Arbeiten an der Bodenplatte, Kanalisation und Pfählung als aufwendiger erwiesen hätten, als die Bauleitung angenommen habe, so Deragisch. Hinzu komme, dass man bei der Pfählung ausgerechnet die Hauptschmutzwasserleitung des Hallenbades «erwischt» habe. «Wir werden nach den Sommerferien die Equipe auswechseln und sie um 12 bis 15 Mann verstärken», erläuterte Deragisch die Massnahmen, um den Rückstand wieder aufzuholen. «Zudem wird die Anzahl Krane um einen auf 4 aufgestockt. Ich bin sicher, dass wir damit innert kürzester Zeit wieder haargenau auf Kurs kommen.»

 

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