Suchen

Radio Grischa Newsticker

Di aktuellschta News us dr Region

Wetter

Davos

DI 21.05.2013
MAX.
MIN.

Klosters

DI 21.05.2013
MAX.
12°
MIN.

 

MI 22.05.2013
MAX.
MIN.

 

MI 22.05.2013
MAX.
12°
MIN.

» mehr Wetter

Webcams Davos Klosters

keine Webcamdaten vorhanden!

Kontakt
Klosterser Zeitung
Gotschnastrasse 14
7250 Klosters
T. +41 (0)81 422 13 15

Schwarzfahren – unfair

10.10.2011 Archiv Davoser Zeitung

Schwarzfahren – unfair

Der Verkehrsbetrieb der Landschaft Davos (VBD) hat in zunehmendem Masse mit Schwarzfahrern zu kämpfen. Seit letztem Winter wurden darum die Kontrollen intensiviert.

Diese Massnahme zeigt nun langsam Wirkung. Schon bald wird zudem der Zuschlag für Schwarzfahrer deutlich erhöht und damit dem Rest der Schweiz angepasst.

 

Andreas Frei

 

Erinnern Sie sich noch an jene finstere Gestalt, die früher auf auffälligen Klebern in Bussen und Trams zu sehen war? Ein schwarzer Mann mit Hut, eine Hand am Griff über sich. Dazu der Spruch «Schwarzfahren – unfair». Heute sind diese Kleber längst verschwunden, das was früher als «Sichtwagen» bezeichnet wurde, ist zum Normalfall geworden.

 

Kontrollen verstärkt

Unverändert ist der Umstand geblieben, dass Schwarzfahren eine unfaire Sache ist – und für Verkehrsbetriebe ein echtes Problem darstellt, wie Fred D’Alberti, Betriebsleiter des VBD, bestätigt: «Wir mussten feststellen, dass die Zahl der Schwarzfahrer deutlich höher ist, als wir annahmen. Im letzten Winter entschieden wir darum, die Kontrollen zu intensivieren.» Seither werden monatlich während 45 bis 50 Stunden Kontrollen durchgeführt. Anfänglich habe dies bei manchen Davosern für Verstimmung gesorgt. «Wir sahen uns mit dem Vorwurf konfrontiert, wir hätten es nur auf die Einheimischen abgesehen, weil die verstärkten Kontrollen erst gegen Ende der Wintersaison begannen. Das ist aber nicht der Fall. Wir haben einfach eine neue Strategie gewählt, und die bleibt nun – Sommer und Winter.» Es gehe dabei keinesfalls darum, jemanden zu verärgern. Kontrollen seien gemäss nationalen und kommunalen Gesetzen vorgeschrieben. «Es ist allerdings eine Tatsache, dass es sich beim überwiegenden Teil der Schwarzfahrer um Einheimische handelt», sagt D’Alberti. Dabei sei vor allem der Anteil Jugendlicher oder junge Erwachsener hoch.

 

Kaum auswärtige Schwarzfahrer

Unter den Gästen sei die Schwarzfahrerquote niedrig – die meisten seien mit ihrer Gästekarte unterwegs, und Tagesgäste würden die VBD-Busse vor allem bei Ausflügen in die Seitentäler nutzen, wo der Chauffeur die Fahrausweise kontrolliere. «Der Löwenanteil der Schwarzfahrer ist im eigentlichen Ortsnetz unterwegs. Erwischte argumentieren oft, es könne ja nicht sein, dass man ein Billett lösen müsse, wenn man nur eine Haltestelle weit fahre. Andere finden, sie dürften auch gratis fahren, wenn die Gäste dies könnten.» Dies sei aber ein Überlegungsfehler, schliesslich würden die Gäste via die Kurtaxe für die Beförderung zahlen – und zwar nicht wenig. Schliesslich wird auf diese Weise jedes Jahr deutlich über eine Million Franken in die VBD-Kasse gespült.

 

Zuschlag wird erhöht

Es gebe nach wie vor erschreckend viele Leute, die glauben würden, Schwarzfahren sei ein Kavaliersdelikt. «Vielen scheint es sogar egal zu sein, wenn sie erwischt werden. Junge Leute klappen ohne mit der Wimper zu zucken das Portemonnaie auf und strecken dem Kontrolleur die 60 Franken für den Zuschlag entgegen. Das erstaunt uns schon etwas. Wir hören immer wieder, dass es sich lohne, ohne Billett zu fahren und dann zu zahlen, wenn man eben einmal erwischt werde.» Mit den verstärkten Kontrollen will man dem begegnen. Zudem wird der Zuschlag demnächst auf die im Rest der Schweiz übliche Höhe von 100 Franken angehoben, das wird vom Gesetzgeber verlangt. «Das schmerzt», glaubt D’Alberti. Auch würden die verstärkten Kontrollen offenbar wahrgenommen. «Die Zahl der Schwarzfahrer sinkt, und die Verkäufe von Einzelbilletten in den Bussen wächst.» Trotz Schwarzfahrern ist D’Alberti mit den VBD-Kunden sehr zufrieden: «98 Prozent sind sehr anständig – das gilt sogar für die Schwarzfahrer. Dass sich jemand massiv im Ton vergreift, kommt sehr selten vor.» Wenn jemand wirklich übertreibe, könne es aber schon sein, dass einmal die Polizei gerufen werde. «Aber das ist selten», sagt er.

 

Den gesamten Bericht kann man morgen in der "Davoser Zeitung" oder online unter www.davoserzeitung.ch als PDF lesen. Weitere interessante Artikel:

 

- Interview mit SVP Präsident Toni Brunner anlässlich des Parteitags der SVP Graubünden in Davos

- In Davos soll das Radweg-Netz ausgebaut werden

- Immer schneller und schneller: Der HC Davos setzt den Gegnern zu

 

Hier gelangen Sie zur gesamten "DZ" PDF-Ausgabe: PDF-Ausgabe


Sichern Sie sich hier Ihr Online-Abonnement: Abobestellung