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Die Parkplätze der Bergbahnen Parsenn und Jakobshorn unterstehen trotz der letzten Raumplanungsrevision von 2001 als «Bau-perimeter Bergbahnen» noch immer dem Baugesetz von 1977. Nun wurden vonseiten der Gemeinde erste Schritte eingeleitet, um diese im ordentlichen Verfahren einer dem gültigen Baugesetz vom März 2001 entsprechenden Regelung anzupassen.
Barbara Gassler
Noch sind keine Entscheidungen gefallen, auch Pläne werden damit nicht konkret. Es handle sich vielmehr um die Aufarbeitung einer alten Pendenz, wie Landammann Hans Peter Michel sagt. Und doch zeigt eine kürzlich im Rahmen eines öffentlichen Mitwirkungsverfahrens aufgelegte Vereinbarung zwischen der Gemeinde auf der einen Seite und den Grundeigentümern Davos Klosters Bergbahnen AG (DKM) und einer Privaten, wohin die Reise gehen könnte. In einem dreiseitigen Dokument wird im Dorf eine Zukunft aufgezeichnet, in der auf dem Parsennbahnparkplatz Hausbauten errichtet und unter dem Seehof-Seeli das schon seit Langem diskutierte Parkhaus erstellt sein wird.
Bergbahnperimeter verschwinden
Um diese Visionen überhaupt verwirklichen zu können, muss allerdings der gegenwärtige «Bauperimeter Bergbahnen», der im Dorf den ganzen Parsennbahnparkplatz und die danebenliegende Wiese umfasst, umgezont und der Zone für «Wohnen Dorf Platz» zugeteilt werden. Für die Grundeigentümer bedeutet das natürlich eine massive Wertsteigerung ihres Besitzes, und hier soll die Vereinbarung greifen. «Wir wollten von Anfang an mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit treten, der von den Parteien getragen wird. Daher diese frühe Abstimmung», erklärt Michel weiter, schränkt aber ein, dass nach dem gerade abgeschlossenen öffentlichen Mitwirkungsverfahren noch Änderungen angebracht werden können. Darum ist ihm auch wichtig, zu betonen, dass auch nach einer Umzonung bei einer Überbauung alle Pflichten und Auflagen für die Grundbesitzer vollumfänglich gelten würden, plus noch einige zusätzliche. Zentral dabei ist, dass für die betroffenen Parzellen nach der Umzonung eine Mehrwertabschöpfung von einem Drittel zugunsten der öffentlichen Hand sowie die Auflage, nur zur Hälfte Eigentumswohnungen zu erstellen, gelten soll. Diese Regelung soll beide Bergbahnperimeter, also Parsennbahn- wie auch Jakobshornbahnparkplatz betreffen. Für die DKM würde im Dorf zusätzlich die Auflage gelten, dass auch nach einer Überbauung ausser den Pflichtparkplätzen noch einmal 225 Stellplätze für die Parsennbahn zur Verfügung zu halten sind. Insgesamt verpflichten sich die Bergbahnen jedoch, 450 Parkplätze, das entspricht der gegenwärtigen Kapazität des Parsennbahnenparkplatzes, bereitzustellen.
Parkhaus Seehof-Seeli
Die noch fehlenden Stellplätze sollen in einem von der Gemeinde gebauten oder in Auftrag gegebenen Parkhaus mit Raum für rund 450 Autos unter dem Seehof-Seeli geschaffen werden. 225 davon will die Gemeinde als Ersatz für oberirdisch aufgehobene Parkiermöglichkeiten oder als permanente Standplätze übernehmen. Die Bau- und Betriebskosten für das neue Parkhaus sollen unter den Nutzniessern entsprechend der Anzahl Parkplätze verteilt werden. «Für die Gemeinde soll das Ganze ein Nullsummenspiel sein», versichert der Landammann. Damit einher geht natürlich auch die Neugestaltung der Einfahrt nach Davos, wobei hier die definitive Linienführung auch noch Gegenstand heftiger Diskussionen ist. Angedacht sind ein Kreisel, da, wo sich Tal- und Bahnhofstrasse Dorf vereinen und in die Promenade münden, oder eine neue Linienführung zwischen dem Hotel Parsenn und der Bäckerei Weber hindurch. Voraussetzung für die Realisierung der ganzen Planspiele ist jedoch das Ja der Stimmbürger zur voraussichtlich Ende Jahr zur Abstimmung gelangenden Zonenplanänderung.
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