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Mit dem am Freitag aufgelegten Quartierplan werden die seit vier Jahren diskutierten Ideen zur Neugestaltung des Bahnhofes im Platz nun konkreter. Wenn alles planmässig verläuft, wird bis 2013 aus der Durchgangsstrecke zwischen Unter- und Oberschnitt ein neues Zentrum mit Läden und Hotels neben einem rundum modernisierten Bahnhof.
Barbara Gassler
Die Pläne der Rhätischen Bahn (RhB), zusammen mit der ebenfalls als Bauherrin auftretenden Guyan + Co AG, versprechen bis in vier Jahren eine radikale Veränderung des Gesichts des Davoser Hauptbahnhofs. Neben der von der RhB geplanten Gesamtsanierung der Gleis- und Perronanlagen sowie des Empfangsgebäudes für rund 50 Millionen Franken soll am Standort des heutigen Güterschuppens ein Neubau mit Ladenflächen und einem Hotelgebäude entstehen.
Grossen Wert legt man bei der RhB auf die Feststellung, dass der ganze Bahnhof nun auch behindertengerecht mit Rampen versehen werden soll. Eine Tatsache, die nicht nur Rollstuhlfahrende, sondern auch viele andere Räder benutzende Bahnpassagiere erfreuen wird. Mit der Generalüberholung werden natürlich auch neue Lösungen angedacht wie zum Beispiel die Ergänzung der bestehenden Unterführung zum Bolgen mit einem weiteren Durchgang. «Wir sind deswegen gegenwärtig noch in Verhandlung mit den Davos Klosters Bergbahnen», warnt der Stellvertreter des Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Silvio Briccola, allerdings vor allzu viel Hoffnung.
Belebung des Areals
Vieles offen ist auch noch bezüglich des geplanten Neubaus. In Zusammenarbeit mit einer Davoser Investorengruppe unter dem Namen «Mainstation» hat man Pläne zur Belebung des Bahnhofareals ausgearbeitet. «Warme Betten» will man haben, und deshalb wird beabsichtigt, einen langgestreckten Baukörper über drei Stockwerke mit Erhöhung zu beiden Seiten auf fünf zu erstellen. Darin sollen dereinst ein Hotelbetrieb und im Erdgeschoss verschiedene Läden ihr Zuhause finden. Im Moment ist man allerdings noch dabei, weitere Investoren zu suchen, und daher stellen die gegenwärtig vorliegenden Pläne eine blosse Absichtserklärung dar. «Wenn sich kein Hotelbetreiber finden lässt, könnten wir uns auch eine Nutzung als Büros vorstellen», erklärt dazu Räto Schneider vom in der Investorengruppe vertretenen Architekturbüro Sprecher Schneider AG. Die gegenwärtigen Pläne sehen in den obersten Geschossen auch zwölf Wohnungen vor. Über mehr denkt man bei den Initianten im Moment lieber nicht nach. Wohl auch weil man Zweifel an der Verkaufbarkeit an diesem Standort hegt.
Neuer Standort für die Kutscher
Keine Konkurrenz durch das geplante Hotel befürchtet Maurice Parrée, Besitzer der beiden dem Bahnhof gegenüber liegenden Hotels Terminus und Caprice, die in den nächsten Jahren auch erneuert werden sollen. Im Gegenteil, er erwartet eine Belebung des Areals und nutzbare Synergien. Einzig die Verkehrssituation am Bahnhofplatz scheint ihm noch nicht optimal gelöst. «Aber das ist noch nicht ausdiskutiert», gibt er sich gelassen.
«Nicht begeistert von der Lösung» sind gemäss dem zuständigen Kleinen Landrat Reto Dürst die Kutscher. «Aber sie können leben damit.» Als neuer Standplatz wird ihnen eine der Gemeinde gehörende Fläche am unteren Ende des Rathausstutzes zugewiesen auf der dereinst insgesamt vier Kutschen Platz finden sollen. Läuft alles nach dem Wunsch der Planer, soll mit den Arbeiten im nächsten Jahr begonnen werden und der Neubau bis zur Wintersaison 2013 bezugs- und betriebsbereit sein.
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