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Investitionen als goldener Weg

03.11.2008 Archiv Davoser Zeitung

5. ordentliche Generalversammlung der Davos Klosters Bergbahnen AG

 

Mit einem Reingewinn von rund 1,6 und einem Cashflow von 24,1 Millionen Franken fand der Aufschwung der Davos Klosters Bergbahnen AG in der vergangenen Saison seine Fortsetzung. Wie Verwaltungsratspräsident Carlo Schertenleib am Freitag den 407 im Kongresszentrum anwesenden Aktionären bekannt gab, sollen beachtliche Investitionen weiterhin den Erfolg der Unternehmung sichern.

 

Marlène Clemenz

 

Fast genau 20 Jahre sind es her, seit Carlo Schertenleib, Verwaltungsratspräsident und -delegierter der Davos Klosters Bergbahnen AG, mit dem Kauf der Jakobshornbahnen den Fortschritt des Bergtourismus der Landschaft Davos einläutete. Grund genug für Landammann Hans Peter Michel, einige honorierende Worte an Schertenleib und sein gewaltiges Team zu richten. «Carlo Schertenleib ist Unternehmer mit Leib und Seele. Er hat sein Gespür für Trends mehrmals unter Beweis gestellt, ist hartnäckig, kann Schwerpunkte setzen und schnell entschlossen handeln», versuchte Michel den «Erfolgsfaktor Schertenleib» zu erklären. «Die Bergbahnen sind für die Landschaft Davos Gemeinde enorm wichtig und stehen heute so gut da wie noch nie.» Dass die Unternehmung generell nicht nur einen beträchtlichen Gewinn ausschütte, sondern auch stattliche Investitionen tätige, stimme ihn zuversichtlich, dass der Erfolg auch im Angesicht der globalen Finanzkrise Fortbestand habe, so Michel.

 

15 bis 20 Millionen für 2. Sektion
Die Davos Klosters Bergbahnen AG misst der Investitionstätigkeit denn auch in den nächsten Jahren grosse Bedeutung bei. Zu den im laufenden Geschäftsjahr für Beschneiungsanlagen auf Parsenn und Jakobshorn bereits aufgewendeten rund vier Millionen Franken sollen im nächsten Jahr weitere fünf Millionen hinzukommen. «Die Aufstockung der Anlagen geschieht bewusst in Etappen», erklärte Schertenleib. «Denn wir wollen das meiste in Eigenregie abwickeln, um so so flexibel wie möglich auf allfällige Anpassungen reagieren zu können.»
Da auf die Saison 2010/11 die Betriebsbewilligung des Bundesamts für Verkehr für die Parsennbahn ausläuft, wird die zweite Sektion (2,2 Kilometer von der Mittel- bis zur Bergstation) für geschätzte 15 bis 20 Millionen Franken komplett erneuert und mit einer um zwei Minuten schnelleren Zubringerbahn ausge­rüstet. Die Baubewilligung des Kantons wird auf den kommenden Frühling erwartet. Danach soll umgehend mit der Einrichtung der Installa­tionsplätze begonnen werden, damit der endgültigen Montage und dem Ersatz im Frühling/Sommer 2010 nichts mehr im Wege steht.

 

60 Betten zusätzlich
Ebenfalls 2010 ersetzt werden soll der Brämabüel-Schlepplift auf Jakobshorn, und zwar durch einen Sessellift bis zum Sattel. Das Gebiet oberhalb der Moräne wird weiterhin – je nach Schneeverhältnissen – mit dem Bügellift zu erreichen sein. Nach dem Kauf der beiden Hotels Strela und Joseph’s House im letzten Jahr stockte die Davos Klosters Bergbahnen AG mit dem Erwerb des «Sporthofs» an der Dorfstrasse 15 für rund drei Millionen Franken Anfang letzter Woche zudem ihr Logierangebot weiter auf. Im Frühling wird der Betrieb mit seinen 60 Betten, bis dahin vom aktuellen Pächter Jürg Jeremias weitergeführt, komplett in die «Mountain Hotels» integriert werden.

 

Cashflow 2007/08 als Zielmarke
Mit einem Reingewinn von rund 1,6 Millionen Franken und einem Cashflow von 24,1 Millionen Franken kann das Unternehmen einmal mehr auf ein florierendes Geschäftsjahr zurückblicken. Dementsprechend gestaltete sich die Dividendenausschüttung: Die Aktionäre wurden für ihr eingegangenes Risiko mit insgesamt beinahe 1,4 Millionen Franken entschädigt. Schertenleib liess keinen Zweifel daran, dass sich Geschäftsleitung und Kader keineswegs auf ihren Lorbeeren ausruhen wollen. «Unser Ziel ist nicht mehr ein Cashflow von 18 bis 22 Millionen Franken. Er soll künftig stets 20 bis 24 Millionen Franken betragen.»
 

 

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