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Landwirtschaftliche Planung und Panorama-Höhenweg

25.03.2010 Archiv Klosterser Zeitung

Es geht vorwärts mit der Landwirtschaftlichen Planung in der Gemeinde Klosters-Serneus. Wie an der Informationsveranstaltung bekannt gegeben, erhielten diejenigen, die ihr Interesse dafür bekundet haben, inzwischen einen umfangreichen Fragebogen zugestellt, der bis Ende dieses Monats zurückgesandt werden muss.

 

h | Kern der neuen Landwirtschaftlichen Planung bildet der Panorama-Höhenweg, der von Monbiel über den Berg bis unter Russna und hinüber auf den Boden, von dort über den dortigen Berg auf Matätsch und weiter übers Schlappintobel nach Palfern führt, wo er sich mit der neuen Erschliessungsstrasse vereinigt. An einigen Punkten (Hennägaden, Russna, Obdere Ganda usw.) sind Informations- bzw. Verkaufspunkte geplant, für die nun Interessenten gesucht werden. Die unten aufgeführten Folien der Beraterfirma emac in Zürich veranschaulichen, wer, was und mit welchem Bezug hier anbieten kann und darf. Wer keinen Fragebogen erhalten hat, aber sich doch mit einem Angebot beteiligen möchte, kann den Bogen beim Bauamt der Gemeinde Kloster-Serneus beziehen. Mit dem Fragebogen werden Ideen und Angebote eingeholt, die eventuell gemeinsam mit der Klosterser Landwirtschaft entlang des Panorama-Höhenwegs präsentiert werden könnten. Wichtig ist, dass bereits bestehende oder zukünftige Angebote einen klaren Bezug zur Landwirtschaft haben oder auf einer Zusammenarbeit mit dieser beruhen und diese zwischen Landwirtschaft, Tourismus, Gewerbe usw. in der Gemeinde Klosters stärken.

 

Der Panorama-Höhenweg als Teil der Landwirtschaftlichen Planung


Vor wenigen Tagen erhielten all jene, die sich in die Interessentenliste bei der Gemeinde und am Orientierungsabend eingetragen haben, einen ausführlichen Fragebogen zugestellt. Darin können Interessenten ihre Angebote an den Verkaufs- und Demo-Punkten (gelbe Punkte auf nebenstehendem Bild) bekannt geben. Nach dem Zeitplan der mit der Landwirtschaftlichen Planung Klosters-Serneus beauftragten Firma «emac» aus Zürich erfahren diese Fragebogen, die übrigens bis 31. März eingereicht werden müssen, eine Auswertung. Bereits am Dienstag, 13. April 2010, findet um 19.30 Uhr im Sportzentrum Klosters ein Workshop zu diesem Thema statt. Der einmal angefahrene Zug kommt rasch auf Touren. Bereits in der zweiten Hälfte April und im Monat Mai werden die eingereichten Angebote weiterentwickelt und sogenannte Businesspläne erstellt. Im Juni soll ein zweiter Workshop stattfinden, wo die Angebote bereingt werden, bevor dann die Planer zusammen mit der Kern- und Begleitgruppe in einer Zusammenstellung die Massnahmen, die Wertschöpfung und die Umsetzung erarbeiten. Anfang Juli erfolgt dann die nächste Orientierung der Öffentlichkeit.

 

Reduzierter Wegbau


Die Meliorationsvorlage von 2006 sah ein Wegnetz von total 22 km vor, davon hätten 13,5 km neu gebaut werden müssen. Die jetzige Planung rechnet mit total 16,7 km Weg, davon 11,2 km neu. (Panorama-Höhenweg: 11,3 km bestehend 7,1 km, neu oder zu sanieren 4,2 km.) Die eigentliche Melioration enthält nur noch zwei Schwerpunkte: eine Güterzusammenlegung im Bereich Boschga von 58 ha und eine Arrondierung des Pachtlandes im Bereich Monbiel/Aeuja von zusammen 62 ha. Rechnete das Projekt 2006 noch mit Kosten von rund 15,8 Mio. Franken, sind es heute rund 10 Mio, die veranschlagt werden. Für dieses Geld, das übrigens von Bund, Kanton und Gemeinde aufgebracht wird, ist Folgendes zu haben:

 

Strukturverbesserungen
– Erschliessung ­– Genereller Wegebau (Sanierung, Erweiterung, Neubau)– Klosterser Panorama-Höhen­weg

Arrondierung
– Pachtlandrrondierungen Monbiel und Aeuja – Güterregulierung Boschga

Regionales Vernetzungskonzept
– Spezielle Bewirtschaftung und Pflege von ökologisch wertvollen Vernetzungsflächen
– Optimierung der Ökologischen Ausgleichsflächen (ÖAF)– Vertragliche Absicherung der Landschaftspflege – Zusätzliche Beiträge für LW
– Koordination der Massnahmen im Bereich Natur und Landschaft – Sensibilisierung für das Thema: Tourismus, Image Landwirtschaft

Interessengemeinschaft (IG) Landwirtschaft
– Stärkung der Zusammenarbeit nach innen: z.B. neue Formen von Arbeits- und Betriebsgemeinschaften
– Verbesserte Vertretung nach aussen

Raumplanung
– Erstellen eines kommunalen Gesamtzonenplans – Durchführen eines integralen Wald-Weide-Management- Projekts in Zusammenarbeit mit kant. Amt für Wald

 

Das sich in Planung befindende Projekt wird der Regionalen Entwicklung gemäss Landwirtschaftsgesetz unterstellt. Damit kann eine wesentlich höhere Subventionierung erreicht werden, die einerseits der Gemeinde und andererseits den betroffenen Landbesitzern zugute kommt. Kern des Projektes für eine Regionale Entwicklung (PRE) ist der Panorama-Höhenweg, der einerseits der Landwirtschaft und auf der andern Seite dem Tourismus dient, ganz im Sinne der von Bund und Kanton geforderten Symbiose. Er bringt die «erwander- und erlebbare» Verbindung zwischen Landwirtschaft, Tourismus, Landschaft, Kultur und Geschichte. Wird er erst noch mit Informationen zu Angeboten direkt aus der Landwirtschaft oder in Zusammenarbeit mit Gewerbe, Gastronomie und Tourismus erweitert, wird er zum Schaufenster der Landwirtschaft oder von Klosters schlechthin.

 

Landwirtschaftsgesetz als Grundlage


Um das oben Beschriebene zu erreichen, steht den Gemeinden und Regionen seit 2 bis 3 Jahren ein Instrument zur Verfügung, das der Bund in Form des Artikels 93-1-c des Landwirtschaftsgesetzes zur Verfügung stellt. Darin werden die Vorgaben für die Finanzierung von Projekten der Regionalen Entwicklung aufgelistet. Wichtigste und für das vorliegende Projekt grundlegende Voraussetzung ist, dass dieses zu mindestens 50 Prozent der Landwirtschaft dient und auch von dieser genutzt wird. Diese Voraussetzung ist mit dem Projekt erfüllt.

 

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